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letzte Aktualisierung: 4.11.2011 |
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Stellungnahme / Pressemitteilung elpos Schweiz
zum Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens vom 11. November 2011:
Hyperaktive Kinder – Modeerscheinung oder Warnsignal?
elpos begrüsst den neuen Dokumentarfilm der Reporterin Michèle Sauvin. Die betroffenen Kinder und ihre Familien wurden sehr gut ausgesucht und zeichnen ein authentisches und komplexes Bild der ADHS und ihrer Auswirkungen. Das Filmmaterial ist würdevoll gehalten und vermittelt objektiv die oft grosse Belastung.
Es wird klar: ADHS ist weder eine Modediagnose noch eine Folge von «schlechter Erziehung». Diese Kinder und ihre Familien leiden wirklich und brauchen Verständnis und Hilfe. Besonders deutlich wird dies im Fall von Kilian. Das Leiden des zarten Jungen lässt wohl niemanden unberührt.
Die Aussagen der drei Mütter im Film zeigen zudem auf, dass Eltern ihren Kindern nicht leichtfertig Medikamente geben, sondern sich intensiv damit auseinander setzen und trotz grossem Leidensdruck oft noch lange nach Alternativen suchen. Und manchmal ist es dann halt doch der letzte Ausweg, um das Leben für alle wieder einigermassen erträglich zu machen und neue Perspektiven zu finden. Das ist nicht nur bei ADHS so.
Die differenzierten Kommentare der Fachpersonen, allen voran Dr. Urs Hunziker, weisen aber auch darauf hin, dass einerseits zunehmender Erwartungsdruck und Reizüberflutung in unserer Gesellschaft diesen sensiblen Kindern das Leben zusätzlich erschweren. Es aber andererseits gerade bei ADHS einen grossen Graubereich gibt. Verhaltensauffälligkeiten deuten darauf hin, dass es dem Kind nicht gut geht, nicht aber unbedingt auf eine ADHS. Im Fall von Dominik wurde das gut ersichtlich. elpos plädiert deshalb einmal mehr für eine differenzierte, gründliche und ganzheitliche Abklärung durch eine ausgewiesene Fachperson. Nur auf dieser Basis sind wirksame und individuelle Behandlung und Hilfestellungen überhaupt möglich. Denn eines wollen wir alle sicher nicht: Dass den Kindern ihre Eigen-Art und ihre Lebendigkeit «ausgetrieben» wird. Es muss immer darum gehen ihr Leiden zu lindern und ihre Ressourcen zu mobilisieren, damit sie ihrem oft grossen Potenzial entsprechend ein erfülltes Leben führen können.
Trotzdem, ein Wermutstropfen bleibt zurück. Im Film wird über eine deutsche Stiftung berichtet, elpos aber kein einziges Mal erwähnt. Dies obwohl mit grossem Engagement und freiwilligem Einsatz auch in Bern ein Lager durchgeführt wird. Ganz abgesehen davon dass der Film mit Unterstützung des schweizerischen Elternvereins entstand. Ein Hinweis des Schweizer Fernsehens auf die grosse und langjährige Arbeit und die Angebote von elpos wäre so doch selbstverständlich gewesen.
Und was wird aus Kilian? Hat eine Gesellschaft wie die unsere Zeit und einen Platz für Kinder wie Ihn? Wie geht es ihm in der Spezialschule? elpos bleibt in Kontakt. In der nächsten Ausgabe der Vereinszeitschrift elpost werden wir über ihn und seine Familie berichten und sie auch weiter begleiten.
17. November 2011, elpos Schweiz, Elternverein für POS/ADHS-Betroffene
Auflagen des BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) – elpos braucht Ihre Unterstützung
elpos wird seit vielen Jahren vom BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) finanziell unterstützt, ist aber im Gegenzug dazu verpflichtet, klar festgelegte Leistungen in den Bereichen Kurswesen, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zu erbringen. Seit dem 1. Juli 2011 müssen wir nun bei allen Veranstaltungen (Referaten, mehrteiligen Kursen und Workshops) angeben, ob die Teilnehmenden
a) ein IV-anerkanntes Kind haben
oder
b) ein Kind, das in den letzten 10 Jahren eine sonderpädagogische Massnahme zugesprochen bekommen hat (Heilpädagogische Früherziehung, Integrierte Förderung, Logopädie, Psychomotorik,
Sonderschule). Diese Massnahmen werden seit 2008 nicht mehr von der IV finanziert, wir dürfen die Kinder aber trotzdem als beitragsberechtigt angeben.
Bei allen Kursteilnehmenden mit IV-anerkanntem Kind benötigen wir die Versichertennummer (ohne weitere Angaben), im Falle von sonderpädagogischen Massnahmen eine Kopie der kantonalen Bestätigung (z.B. der Schulgemeinde). Falls wir nicht belegen können, dass ein hoher Prozentsatz der Kursteilnehmenden beitragsberechtigte Kinder hat, werden uns ab 2012 die finanziellen Leistungen gekürzt.
Es ist uns bewusst, dass dies ein Mehraufwand für Sie bedeutet. Wir sind jedoch auf Ihr Entgegenkommen angewiesen, um auch künftig unsere elpos-Beratungsstellen mit spannenden
und hilfreichen Kursangeboten betreiben zu können. Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei allen, die diesen zusätzlichen Aufwand auf sich nehmen. Selbstverständlich werden Ihre Angaben
vertraulich behandelt.
Monika Raggl Sonderegger, elpos Zürich
Neue Sekretärin für elpos-Schweiz
Barbara Peter hat nach 5 Jahren ihre Stelle als Sekretärin von elpos Schweiz aufgegeben. Wir geben ihr ein grosses Dankeschön und unsere besten Wünsche mit auf den Weg.
Neu heissen wir Sandra Ammann-Amrein herzlich bei uns willkommen.
Unsere neue Postanschrift:
elpos Schweiz
Walkeweg 19
5600 Lenzburg
IV-Anerkennung des POS auch nach dem 9. Lebensjahr möglich?
Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat im medizinischen Leitfaden (IV-Rundschreiben Nr. 298 vom April 2011) zum Geburtsgebrechen 404 (POS) zur Frage, ob bei POS/ADHS IV-Anmeldungen auch nach dem 9. Lebensjahr möglich seien, explizit Stellung bezogen. In Kapitel 1.3 heisst es dazu unter anderem:
«Grundsätzlich ist es möglich, nach dem Erreichen des 9. Altersjahres eine erstmalige Anerkennung der Problematik als GG 404 GgV zu erreichen. Nachgewiesen werden muss aber, dass vor dem 9. Altersjahr sowohl eine Diagnose gestellt wurde, als auch eine medizinische Behandlung stattfand. Bei der Diagnosestellung reicht es nicht aus, eine ADS-Symptomatik als POS zu bezeichnen, sondern die Anerkennungskriterien (...) müssen mittels Untersuchung nachvollziehbar belegt worden sein.»
Mit anderen Worten: Bei Kindern, bei welchen die IV-Anerkennungskriterien (u. a. Störungen des Verhaltens, des Erfassens, der Wahrnehmung, des Antriebs, der Konzentration und der Merkfähigkeit) vor dem 9. Lebensjahr nachweislich erfüllt waren und – teilweise auch durch Testverfahren – belegt wurden und bei welchen zusätzlich vor dem 9. Lebensjahr eine medizinische Behandlung der ADHS bzw. des POS erfolgte, kann auch nach dem 9. Lebensjahr bei der IV ein Antrag eingereicht werden.
Falls eine IV-Anmeldung nach dem 9. Lebensjahr erwogen wird, könnte vorgängig durch eine Fachperson geprüft werden, ob die von der IV klar definierten Anspruchsvoraussetzungen für das «POS» überhaupt erfüllt sind oder nicht. Dies kann durch die Kinderärztin, den Kinderpsychiater oder durch spezialisierte Kinderpsychologen erfolgen. Ausserdem sollten einer Anmeldung, welche immer von den Eltern selbst vorgenommen werden muss (Bezug der Formulare via Gemeinde), Kopien der vor dem 9. Lebensjahr erstellten
Neu: E-Book auf adhs.ch
Auf www.adhs.ch (vormals ADD-Online) können sämtliche Infotexte über ADHS und Co. entweder zusammengefasst in einem E-Book (234 S., PDF) oder als einzelne Kapitel in den gängigen Formaten heruntergeladen werden.
«Messies, ein schönes Chaos» – Ein Film von Ulrich Grossenbacher
Der Film des Berners gewann an der diesjährigen Semaine da la critique in Locarno den
1. Preis und wurde am Zürcher Filmfestival gezeigt. Nun hat er auch noch den Berner Filmpreis gewonnen. Auf der Website des Schweizerischen Verbands der FilmjournalistInnen ist zu lesen: «Ulrich Grossenbacher porträtiert in seinem äusserst witzigen, zugleich auch sehr feinfühligen Film vier Menschen, die am so genannten Messie-Syndrom leiden. Er vermittelt dabei einmalige Einblicke in einen Alltag, der sich für die Betroffenen als permanente Gratwanderung zwischen Genialität und Überforderung darstellt...» Der Film kommt ab dem 1. März 2012 in die Kinos. Mehr dazu unter: www.filmjournalist.ch
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| September, 2011 |
| Rückblick BeFa-Fachtagung, 3. September 2011 |
Ein weiteres Mal wurde sie von elpos Schweiz und der Schweizerischen Fachgesellschaft SFG-ADHS, gemeinsam durchgeführt.
Zum Rückblick |
| Juni, 2011 |
In der Rubrik Unterlagen zum Downloaden:
Kurzinfo- Flyer für Lehrpersonen und Eltern
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Der Flyer ADHS für Lehrpersonen kann bei elpos Zürich bezogen werden:
· Faltblatt A5, farbig · Fr. 8.00 pro 10 Stk. (plus Porto)
elpos Zürich, Affolternstrasse 125, 8050 Zürich, Tel.:044 311 85 20;
eMail: zuerich@elpos.ch
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